1930-33
Malerhandwerk Lehre.
1933-34
Reise nach Italien, das er noch ganz "ohne Kunst" sieht. Eisverkäufer,
Artist in einem Wanderzirkus.
1935-36
Matrose bei der Reichsmarine. Anschließend bis 1945 Soldat. Feuerwehrmann
in Hamburg und gleichzeitig ( 1940) "bei den Malern Paul Borchers
und Fritz Schirrmacher "Sonntagsmalerei" geübt". Zu
Kriegsende an der Oderfront, dann wieder in Hamburg. Hansen beginnt Bilder
des zerstörten Hamburg sowie Bilder zu selbstverfaßten Märchen
zu malen. Mitarbeiter im Kinderfunk am Sender Hamburg.
Erste Ausstellung mit Kinderbüchern.
1946-48
Begegnung mit Otto Larsen. Erste Holzschnitte: Entwürfe zu einer
"Totentanz" Folge (1946, Kat. Nr. 78 80), "Christus und
Thomas" (1947, Kat. Nr. 1) u. a.
1949
Einladung nach Schweden (Gripenberg Stiftung), Autor bei Svensk Filmindustrie.
Auswanderung über Norwegen und England nach Brasilien. Holzschneider
als Autodidakt.
1950-55
Hersteller bei Comp. Melhoramentos (Verlagsunternehmen) in Sao Paulo.
Erste eigene Ausstellung mit Holzschnitten im Museu de Arte. Förderung
durch P. M. Bardi. Im Jahre 1951/52 Vollendung der Holzschnittfolge "O
Drama do Calvario" (Kat. Nr. 82 ff.). Lehrauftrag am Museu de Arte
de Sao Paulo für Holzschnitt. Um diese Zeit bildet Hansen seinen
Personalstil aus. "Damit entsteht eine neue Art des Holzschnittes
innerhalb der zeitgenössischen Kunst" (Beckelmann 1961). "Totenhaus"
(T954, Kat. Nr. G), "Pipoca" (1955/56, Kat. Nr. r5).
1955
Reise nach Salvador Bahia, durch Vermittlung der Kunstzeitschrift HABITAT.
Ausstellung in Bahia. Hansen kündigt Verlagsanstellung in Sao Paulo,
wird freischaffend und übersiedelt nach Bahia.
1956-58
"O alemao Hansen nasceu na Bahia" ("Der Deutsche Hansen
ist in Bahia geboren"; in MANCHETE Nr. 240, November 1956). Atelier
am Strand von Amaralina in Salvador Bahia. Es entstehen die Holzschnitte
zu "Flôr de S. Miguel" (Kat. Nr. 94 ff.) sowie die "Bahia
Blätter" (zusammengestellt in den Holzschnittfolgen "Santa
Bahia", "Ladefra da Misericordia", "Mercado da Rampa"
und "Itapoan" [Kat. Nr. 134ff.]). Zahlreiche Wandbilder für
kirchliche und profane Bauten.
1959-63
Rückkehr nach Deutschland. Auf Burg Tittmoning/Obb. Aufbau einer
neuen Werkstätte. Hier im Jahre 1960 Gründung der "Sommerschule
für den Holzschnitt". Verarbeitung der brasilianischen Eindrücke
zu großformatigen monumentalen Holzschnitten ("Gr. Netzezieher",
Kat. Nr. 18; "Gr. Candomble", Kat. Nr. 19; "Grüßender
Reiter", Kat. Nr. 22). "Odysseus" Blätter (1960, Kat.
Nr. 32 ff.). Daneben acht Buch bzw. Mappenwerke.
1963-66
Übernahme einer Professur an der Kunstakademie in Addis Abeba/Äthiopien.
Gründung
einer eigenen Graphikklasse. "Gr. Selbstbildnis" (1965, Kat.
Nr. 4r), "Gr. Kreuzigung" (1966, Kat. Nr. 52), ,Weinender Moses'
(1966, Kat. Nr. 53). Ausstellung "Prof. Hansen Bahia in Äthiopien
und seine Studenten", veranstaltet vom Deutschen Kunstrat, Köln.
Ende 1966
im Anschluß an eine Ausstellungsreise nach Südamerika gibt
Hansen Bahia sein Lehramt in Addis Abeba auf und kehrt nach Brasilien
zurück.
1967
Berufung auf den Lehrstuhl für Graphik an der Bundesuniversität
Salvador Bahia. Atelierhaus am Strand von Itapoan/Bahia.
1968-70
Wandbild für Banco Comercial Nordeste ("Gangaceiro", Holzschnittrelief
24 qm) u. a. Wandbildaufträge. Auch im druckgraphischen Bereich Bevorzugung
großer Formate ("Amazonenschlacht", 1969, Kat. Nr. 64).
Einladungen
der Universitäten Bogotá (Kolumbien) und Minas Gerais (Escola
de belas Artes/Belo Horizonte/ zur Abhaltung von Graphikkursen. Hansen
Bahia erhält den "Amerika Preis" der 2. Internationalen
Graphik Biennale, Buenos Aires 1970.
1976
Am 26.6. erliegt Hansen-Bahia in einem Krankenhaus in Sao Paulo einem
Krebsleiden